Die Bewirtschaftung von Weideflächen spielt eine zentrale Rolle für die Artenvielfalt auf Wiesen und Weiden. Man unterscheidet hierbei verschiedene Bewirtschaftungsformen, wie die Standweide und die Umtriebsweide. Die Standweide, insbesondere in den Varianten Intensivstandweide und Kurzrasenweide, ermöglicht durch kontinuierliches Beweiden eine gleichmäßige Nutzung des Futters sowie ein stets verfügbares Futterangebot. Im Gegensatz dazu trägt die Umtriebsweide, auch bekannt als Koppelhaltung oder Portionsweide, durch den wechselnden Zugang zu verschiedenen Teilflächen zur Förderung der Biodiversität bei und reduziert den Parasitendruck. Während die Dauerweide eine formelle Art der Nutzung darstellt, erlaubt die Mähstandweide darüber hinaus eine nachträgliche Mahd der Wiesen nach der Beweidung. Diese Beweidungssysteme sind entscheidend für den langfristigen Erhalt der Pflanzen- und Tierartenvielfalt auf Weiden und Wiesen.
Wiese: Nutzung durch Mahd statt Weidegang
Die Nutzung von Wiesen durch Mahd anstelle von Weidegang hat einen signifikanten Einfluss auf die Artenvielfalt in Grünlandflächen. Vor allem in Regionen mit Magerrasen sind Schafe eine wichtige Hilfe, um den Strukturreichtum zu erhalten. Der selektive Fraß durch die Tiere fördert die Entwicklung von Wiesengesellschaften, jedoch kann eine Überweidung über längere Zeiträume negative Folgen haben. Mit einem rotierenden Mähweidesystem kann die Mahd schonend durchgeführt werden, wodurch der Wirkbereich der Mähgeräte optimiert wird. Diese Methode ermöglicht es, Wegstrecken für die Tierbewegung zu schaffen und gleichzeitig wichtiges Winterfutter für die Tiere zu gewinnen. Optionen wie Heugewinnung, Silierung oder Frischverfütterung sind entscheidend, um die Futterversorgung im Winter sicherzustellen. Mulchen und Mähen fördern die botanische Diversität und erhalten die Lebensräume der heimischen Flora und Fauna.
Einfluss von Weide und Wiese auf Biodiversität
Weiden und Wiesen spielen eine entscheidende Rolle für die Biodiversität in landwirtschaftlich genutzten Flächen. Sie fungieren als Hot-Spots für zahlreiche Pflanzenarten und Insekten, die in diesen Ökosystemen eine Heimat finden. Forschungsteams haben gezeigt, dass die vielfältige Struktur dieser Grünlandflächen umfassende Ökosystemleistungen erbringt. Insbesondere die wechselnde Nutzung durch Weide und Mahd trägt zur Erhaltung der Artenvielfalt bei, indem sie unterschiedliche Lebensräume schafft und Nahrungsquellen für zahlreiche Tierarten bietet. Die Präsenz einer breiten Palette an Pflanzenarten ermöglicht nicht nur einen stabilen Lebensraum, sondern fördert auch die Ansiedlung und Vielfalt von Insekten. Folglich ist der Schutz und die Förderung von Weiden und Wiesen von großer Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt und trägt aktiv zur Verbesserung der Lebensqualität in ländlichen Regionen bei.
Menschliche Nutzung und Erhalt von Weiden und Wiesen
Die Nutzung von Wiesen und Weiden spielt eine essentielle Rolle in der Landwirtschaft und trägt zur Erhaltung der Artenvielfalt bei. Durch die naturverträgliche Landwirtschaft, insbesondere die Mähweidenutzung, wird eine Nährstoffbegrenzung erreicht, die die Biodiversität dieser Kulturlandschaften fördert. Wiesen und Weiden bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren einen wertvollen Lebensraum, der auf die Weidehaltung von Vieh angewiesen ist. Verbände wie der BUND Naturschutz setzen sich dafür ein, dass diese Ökosysteme erhalten bleiben und nachhaltig genutzt werden. In diesen Lebensräumen finden sich viele bedrohte Arten, die auf die spezifischen Bedingungen der Wiesen- und Weidenlandschaften angewiesen sind. So wird der Schutz und die Förderung der Artenvielfalt ermöglicht, während gleichzeitig eine kulturelle und wirtschaftliche Nutzung sichergestellt wird. Durch die Verbindung von ökologischen Zielen und landwirtschaftlichen Praktiken wird eine zukunftsfähige Entwicklung beider Lebensräume gewährleistet.
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