Die Vetus Latina ist die älteste lateinische Übersetzung der Bibel, die direkt aus den griechischen Texten sowie der Septuaginta hervorgegangen ist. Diese altlateinische Bibel, deren Ursprung im 2. Jahrhundert liegt, war im Römischen Reich besonders verbreitet und diente zahlreichen christlichen Autoren als grundlegende Quelle. Über die Jahrhunderte hinweg wurde die Vetus Latina in verschiedenen Varianten überliefert, zu denen unter anderem der Codex Vercellensis und der Codex Bobiensis gehören. Im 4. Jahrhundert begannen Übersetzer wie Hieronymus, diese Texte zu einem konsistenten rekonstruierten Text zu vereinheitlichen, was letztendlich zur Vulgata führte, die im 9. Jahrhundert zur offiziellen Bibel der westlichen Christenheit erhoben wurde. Die Unterschiede zwischen der Vetus Latina und späteren Versionen wie der Vulgata markieren eine wichtige Entwicklung in der Geschichte der Bibelübersetzung und verdeutlichen die Variationen der biblischen Texte, einschließlich der apokryphen Schriften.
Historische Entwicklung der Itala
Die älteste lat. Bibelübersetzung, bekannt als Itala, entstand in den ersten Jahrhunderten des Christentums und spielte eine entscheidende Rolle in der religiösen Forschung und der Verbreitung biblischer Texte unter den Christen des Westens. Benediktinermönch Bonifatius Fischer hat maßgebliche Studien zu den altlateinischen Bibelübersetzungen des Vetus Latina-Institut beigetragen, wobei insbesondere die ältesten Handschriften von Evangelientexten wie dem Codex Vercellensis und dem Codex Bobiensis von Bedeutung sind. Diese Handschriften zeigen, dass die Itala in verschiedenen Versionen existierte und von christlichen Autoren verfasst wurde. Im Gegensatz zur späteren Vulgata-Übersetzung von Hieronymus, die die lateinische Bibeltexte standardisierte, zeichnete sich die Itala durch ihre Vielfalt und den regionalen Einfluss auf die christlichen Gemeinden aus. Diese Entwicklungen sind nicht nur für die Geschichte des christlichen Glaubens von Bedeutung, sondern auch für das Verständnis der frühen lateinischen Literatur.
Bedeutung der ältesten Übersetzungen
Die älteste lat. Bibelübersetzung, bekannt als Vetus Latina, spielt eine entscheidende Rolle in der Geschichte der christianisierten Welt. Diese altlateinische Übersetzung umfasst Texte des Alten und Neuen Testaments, die ursprünglich in Altgriechisch, Hebräisch und Aramäisch verfasst wurden. Die Vetus Latina, auch unter dem Namen Itala bekannt, war die Grundlage für viele spätere Übersetzungen, darunter die bedeutende Vulgata von Hieronymus, die im Auftrag von Bischof Damasus erstellt wurde. Diese erste standardisierte Übersetzung half, das Christentum im römischen Reich zu verbreiten und die Literatur des Judentums in die lateinischsprachige Welt zu übertragen. Ihre Bedeutung liegt nicht nur in der sprachlichen Vermittlung, sondern auch in der Schaffung eines einheitlichen Verständnisses der biblischen Texte, das die religiöse und kulturelle Identität der frühen Christen prägte.
Unterschiede zur Vulgata-Bibel
Die älteste lat. Bibelübersetzung, die Vetus Latina, weist bedeutende Unterschiede zur Vulgata auf, die später von Hieronymus erstellt wurde. Während die Vulgata eine standardisierte lateinische Fassung der Bibel bietet, setzte sich die Vetus Latina aus verschiedenen, regionalen Übersetzungen zusammen. Dies führte zu Abweichungen in der Textüberlieferung, besonders in Psalmen und bei zentralen Gedanken, die in den alten christlichen Gemeinschaften unterschiedlich interpretiert wurden. Johannes Gutenberg revolutionierte mit dem Buchdruck die Verbreitung dieser Texte, und die handschriftlich überlieferten Versionen der Vetus Latina, wie die Psalter-Hexapla oder die Übersetzungen von Origenes‘ Septuaginta, waren oft fehlerhaft oder uneinheitlich. Als die Gutenberg-Bibel gedruckt wurde, stellte sie einen Wendepunkt dar, da sie die Vulgata verbreitete und zur Grundlage der lateinischen Kirche wurde, während die ursprünglichen Übersetzungen in den Hintergrund gerieten.
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