Bei einem Termin vor Ort am 13. Februar 2026 auf dem Nelson Mandela Platz erklärten Vertreter von Stadt, Polizei und Justiz, die Sicherheitslage im Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs habe sich merklich verbessert. Oberbürgermeister Marcus König verwies auf die polizeiliche Kriminalitätsstatistik und nannte die Lage als einen Faktor für die Einstufung Nürnbergs unter die sichereren Großstädte in Deutschland.
Welche Maßnahmen wurden umgesetzt
Als zentrale Maßnahmen nannten die Behörden eine verstärkte Präsenz von uniformierten und zivilen Kräften der Landespolizei sowie des städtischen Ordnungsdienstes ADN. Ergänzend sei die Videoüberwachung ausgebaut worden. Polizei und Ordnungsbehörden setzten intensive Kontrollen, Platzverweise, Bußgelder und gegebenenfalls Aufenthaltsbeendigungen ein. Zudem gelten Verbotszonen für Alkoholkonsum und Cannabis sowie eine Waffenverbotszone.
Oberbürgermeister Marcus König betonte, es handele sich nicht um ein einzelnes Instrument, sondern um ein Bündel von Maßnahmen. Er hob die Bedeutung konsequenter Strafverfolgung hervor und dankte dafür ausdrücklich den Justizbehörden.
Wer ist beteiligt und wer ist zuständig
Bei dem Termin waren neben Marcus König Vertreter des Bayerischen Innenministeriums und der Landespolizei, Innenstaatssekretär Sandro Kirchner, der neue Präsident des Polizeipräsidiums Mittelfranken Gernot Rochholz und die neue Generalstaatsanwältin Petra Strohbach anwesend. Das Konzept Bayern. 360° Sicherheit für Bahnhöfe nennt das Polizeipräsidium Mittelfranken als federführende Stelle.
Für den unmittelbaren Betrieb und die Sicherheit innerhalb des Hauptbahnhofs sind die Bundespolizei und die Deutsche Bahn AG zuständig. Leitende Polizeidirektorin Helen Townson, die die Bundespolizeidirektion Nürnberg leitet, wurde von der Stadt für die Zusammenarbeit genannt.
Als Kontext nannten die Verantwortlichen die Zahl von mehr als 130 000 Pendlern, die täglich den Hauptbahnhof passieren. Marcus König verwies darauf, dass Nürnberg in der Rangliste der Kriminalitätsstatistiken unter den deutschen Großstädten über 200 000 Einwohnern derzeit eine bessere Position einnimmt.
Soziale Angebote und städtebauliche Maßnahmen
Die Stadtverwaltung hob ergänzende präventive und soziale Maßnahmen hervor. Dazu zählen niedrigschwellige Hilfen für obdachlose Menschen, etwa ein Unterstand im Burggraben beim Handwerkerhof, Schließfächer, Toilettengutscheine sowie erweiterte Streetwork und Beratungsangebote. Reinigungskonzepte wurden angepasst, neue Abfalleimer aufgestellt und Straßenmöblierung, insbesondere Bänke, überarbeitet.
Für die nähere Zukunft nannten die Beteiligten die geplante Neugestaltung des Areals rund um Kaufhof und City Point. Diese Maßnahmen zielen nach Angaben der Stadt darauf ab, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und so auch das Sicherheitsgefühl von Bürgerinnen und Bürgern und Pendlern zu stärken.
Die Behörden betonten, die nun getroffenen Eingriffe seien Teil eines kontinuierlichen Prozesses. Weitere Ausweitungen der Videoüberwachung und zusätzliche Maßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr wurden als mögliche nächste Schritte genannt.
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