Mittwoch, 14.01.2026

Entdecken Sie die Bartgrundel: Lebensraum, Biologie und Pflege

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Die Bartgrundel (Barbatula barbatula), die häufig als Bachschmerle bekannt ist, stellt einen bemerkenswerten europäischen Fisch aus den Familien Cobitidae und Balitoridae dar. Diese Art bevorzugt die belebten Strömungen von Bächen und Flüssen, wo sie häufig auf kiesigem oder sandigem Grund anzutreffen ist. Ihr Habitat zeichnet sich durch sauerstoffreiche Wasserstellen und Uferzonen aus, die ihr als Rückzugsorte dienen. Die Bartgrundel zeigt überwiegend nachtaktives Verhalten, was ihr hilft, sich vor natürlichen Feinden zu schützen. Diese Nominatform ist ein beliebter Fundfisch und spielt eine bedeutende Rolle im ökologischen Gefüge. Besonders bemerkenswert ist ihr Vorkommen in Gewässern wie der Ostsee, wo auch Brackwasserzonen zu finden sind. In diesem Abschnitt werden die Grundlagen dieser faszinierenden Art beleuchtet, die vor allem durch ihre Anpassungsfähigkeit und Lebensweise beeindruckt.

Lebensraum der Bachschmerle

Bachschmerlen sind in Europa verbreitet und bevorzugen sauerstoffreiche Gewässer wie Bäche und Flüsse. Ihr Lebensraum ist geprägt von einer Vielzahl von Unterständen, darunter Steine, Wurzeln und Vegetation. Diese Lebensräume bieten nicht nur Schutz vor Räubern, sondern auch reichlich Nahrung. Die Ernährung der Bartgrundel besteht hauptsächlich aus Insektenlarven, Kleinkrebsen, Schnecken und sogar Fischeiern. In der Regel sind diese Schwarmfische nachtaktiv und zeigen optimales Sozialverhalten in Gruppen. Ihre Körperform und Farbe variieren je nach Habitat, doch oft sind sie gut an die Umgebung angepasst, was ihre Populationsgröße und ihren Status in der jeweiligen Region beeinflusst. Das Paarungsverhalten der Bachschmerle ist ebenso faszinierend und zeigt ihre speziellen Anforderungen an den Lebensraum. Um die Verbreitung dieser Art zu verstehen, sind aktuelle Habitatkarten von entscheidender Bedeutung.

Biologische Merkmale und Verhalten

Die Bartgrundel (Cobitis taenia), ein europäischer Fisch, gehört zur Familie der Schmerlen (Cobitidae), hat jedoch auch einige Gemeinsamkeiten mit den Balitoridae. Auffällig sind ihre lang gestreckten Körper und die markanten Barteln, die sich an der Schnauze befinden, sowie die Nasenöffnungen, die für die Orientierung und die Nahrungsaufnahme wichtig sind. Mit einem Gewicht von bis zu 100 Gramm sind Männchen und Weibchen hinsichtlich der Körperform und Größe ähnlich, zeigen jedoch Unterschiede in der Färbung während der Fortpflanzungszeit. Diese Fische sind vor allem in den Gewässern Deutschlands verbreitet und wurden 2010 zum Fisch des Jahres gekürt. Ihre Lebensweise ist geprägt von der Anpassung an die Bedingungen, die in den kälteren Polargebieten und durch die Veränderungen des Weltklimas entstehen. In der Fortpflanzungszeit sind die Männchen besonders aktiv und balzen um die Weibchen, was zu einer erhöhten Sichtbarkeit dieser interessanten Art führt.

Pflege und Haltung der Bartgrundel

Die Bartgrundel ist ein interessanter Grundfisch, der in sandigen und schlammigen Grundstrukturen lebt. Für die Haltung im Kaltwasseraquarium sind niedrigere Temperaturen und sauerstoffreiches Wasser wichtig, um den natürlichen Lebensraum der Bartgrundel zu simulieren. Diese nachtaktiven Bruträuber fühlen sich in schnellfließenden Bächen, Flüssen und Uferregionen von Seen sowie in Brackwasser der Ostsee wohl. Bei der Zucht der Bartgrundel ist es entscheidend, geeignete Laichplätze mit kieisigem Untergrund anzubieten, um die Eier abzulegen. Männchen zeigen während der Fortpflanzungszeit ihr beeindruckendes Verhalten und nutzen ihren zahnlosen Maul sowie die Schlundzähne zur Nahrungsaufnahme. Die Fütterung erfolgt mit lebendem Futter, wobei ein Augenmerk auf die nasenöffnungen und Augenstacheln der Tiere gelegt werden sollte. Um den Tieren die Möglichkeit zum Verstecken zu geben, sollten Pflanzen und Dekorationen im Aquarium integriert werden.

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