Der Conférencier, auch als Zeremonienmeister oder unterhaltsamer Ansager bekannt, nimmt eine Schlüsselposition in der Eventbranche ein. Er verknüpft die verschiedenen Programmpunkte einer Veranstaltung und gewährleistet einen harmonischen Ablauf. Häufig findet man den Conférencier in Kabarett- oder Varieté-Umgebungen, wo er mit Witz und Eleganz das Publikum begeistert. Die maskuline Rolle des Conférenciers zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, sowohl informative als auch amüsante Inhalte zu vermitteln. Die Worttrennung „con-fer-en-cier“ sowie die Aussprache verleihen diesem Beruf eine besondere Identität. In einer Zeit, in der Veranstaltungen zunehmend komplexer werden, bietet der Conférencier nicht nur Struktur, sondern auch einen gewisse Charme, der das Erlebnis für die Gäste unvergesslich macht. Daher ist der Conférencier ein essenzieller Bestandteil zeitgenössischer Events.
Entwicklung des Conférencier im Laufe der Zeit
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Rolle des Conférencier stetig weiterentwickelt. Angefangen bei den frühen Höhlenmalereien, in denen Geschichten erzählt wurden, über den Buchdruck bis hin zum Internet, spiegelt sich die Kommunikationsgeschichte in den verschiedenen Formen von Entertainer wider. In der DDR sahen sich Kulturfunktionäre wie Krause großen Herausforderungen gegenüber; es gab Auftrittsverbote, die den kreativen Ausdruck einschränkten. Dennoch blühten Kabaretts und Varietés in Städten wie Berlin und Wien, wo Größen wie Karl Farkas und Fritz Grünbaum wirkten. Die Doppelconférence, ein beliebtes Format, kombinierte Humor mit gesellschaftskritischen Themen, was den Bedeutungshöhepunkt des Conférencier im Kabarett und in der Revue markierte. Mit innovativen Überleitungen und stilisierten Darbietungen, ähnlich den Mainzelmännchen, hat der Conférencier seinen Platz in der Eventbranche gefestigt – als unentbehrlicher Brückenbauer zwischen Publikum und Künstler, eine Rolle, die in der Kommunikationskultur der Menschheit bleibt.
Bekannte Conférenciers in Deutschland und Österreich
In Deutschland und Österreich prägten zahlreiche Conférenciers die Unterhaltungskultur, insbesondere im Kabarett. In den 1920er-Jahren traten Größen wie Karl Farkas und Fritz Grünbaum auf, die mit ihrer Doppelconférence das Publikum begeisterten. Die Tradition setzte sich mit Persönlichkeiten wie Willy Schaeffers und Heinz Erhardt fort, die als Showmaster und Entertainer bekannt wurden. Peter Alexander und Rudi Carrell sorgten in den 1960er-Jahren für unvergessliche Fernsehmomente. Auch Peter Frankenfeld, O. F. Weidling und Heinz Quermann waren bedeutende Figuren, die das Format des Conférencier weiterentwickelten. Jonny Buchardt und Heinz Conrads brillierten mit Parodien, während Hans-Joachim Kulenkampff und Helga Hahnemann das Publikum mit ihren Nachwuchskonzerten und Bühnenauftritten fesselten. Auch Hazy Osterwald erfreute sich großer Beliebtheit und hinterließ einen bleibenden Eindruck als Conférencier in der Entertainment-Szene.
Einfluss des Conférencier auf die Eventbranche
Der Einfluss des Conférencier auf die Eventbranche zeigt sich besonders in Zeiten des Wandels, wie während der Corona-Zeit, als die Pandemie die Veranstaltungslandschaft tiefgreifend veränderte. Conférenciers haben nicht nur traditionelle Offline-Events wiederbelebt, sondern auch innovative Formate in Form von digitalen und hybriden Veranstaltungen gefördert. Diese Entwicklungen spiegeln Trends in der Veranstaltungsbranche wider, die zunehmend auf Nachhaltigkeit und Live-Kommunikation setzen. Die Rolle des Conférencier wird somit zu einem entscheidenden Faktor für Veranstalter und Sponsoren, da er durch seine Fähigkeit, Inhalte lebendig zu vermitteln, die Teilnehmenden in eine neue Ära der Interaktion einführt. Zukünftige Forschung wird sich mit innovativen Forschungsfragen beschäftigen, um Handlungsempfehlungen für die Eventplattformen zu entwickeln und die politische Beeinflussung sowie Reglementierungen stärker zu betrachten, die in einem dynamischen Umfeld immer relevanter werden.
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