Freitag, 27.03.2026

Frankenschnellwegbrücke am Kreuz Nürnberg Hafen wird abgerissen, Stadt plant Verkehrsmaßnahmen

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Die Brücke des Frankenschnellwegs am Kreuz Nürnberg Hafen ist seit dem 18. März 2026 aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt. Eine Prüfung hatte ergeben, dass das Bauwerk die Verkehrsbelastung nicht mehr sicher tragen kann. Die Stadtverwaltung und der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg Sör kündigen nun technische Untersuchungen, Verkehrsprüfungen und einen Abriss an. Eine Informationsveranstaltung ist für den 30. April 2026 geplant.

Vollsperrung und Folgen für das Bauwerk

Laut Sör wurde die Brücke vorsorglich gesperrt, nachdem eine Bauwerksprüfung Mängel festgestellt hatte, durch die eine Freigabe für den öffentlichen Verkehr ausgeschlossen ist. Das betroffene Bauwerk soll demnach abgerissen werden. Parallel werden weitere Untersuchungen am Bestandsbauwerk durchgeführt und ein Monitoringsystem installiert, um mögliche weitere Veränderungen unter Eigenlast zu beobachten. Ziel der Überwachung ist es, den Verkehr auf dem Main Donau Kanal und der darunter verlaufenden Südwesttangente so lange wie möglich aufrechterhalten zu können.

Verkehrsmaßnahmen und kurzfristige Entlastung

Zur Entlastung der Anschlussstelle Hafen Ost wird eine provisorische Umfahrung eingerichtet. Marco Daume, Technischer Werkleiter von Sör, sagte, die Behelfsumfahrt solle in den kommenden Wochen so weit fertiggestellt werden, dass sie für den Geradeausverkehr freigegeben werden könne. Dadurch werde der Verkehr an der Anschlussstelle besser verteilt und es werde mit deutlich weniger Stau gerechnet.

Die Stadt prüft zudem Anpassungen der bestehenden Beschilderung und der Ampelprogramme, vor allem für die morgendlichen und abendlichen Spitzenzeiten. Untersucht wird unter anderem, ob kurzfristig eine Auffahrt von der Hafenstraße auf die A73 in Fahrtrichtung Feucht geschaffen werden kann. Eine stärkere Verkehrslenkung über die Anschlussstelle Hafen Süd und eine Änderung der Ampelschaltung an der Kreuzung Wiener Straße Marthweg sind ebenfalls Gegenstand der Prüfungen. Für das Gesamtprojekt Hafenbrücken soll ein Verkehrsgutachter die Situation insbesondere vor dem Beginn der Bauarbeiten entlang der Hafenstraße bewerten.

Auswirkungen auf den Projektablauf und Zeitplan

Das weitere Vorgehen im Projekt Hafenbrücken wird vor dem Hintergrund der Sperrung neu durchdacht. Entscheidend sind Fragen zu Bauablauf und Kapazitäten sowie zu möglichen Mehr oder Minderkosten und zur Finanzierung, falls Abriss und Neubau beschleunigt werden. Ein Szenario sieht vor, den Abriss und den Neubau der zweiten Brückenhälfte vorzuziehen, um den Gesamtzeitplan zu verkürzen. Die Fertigstellung des ersten Brückenüberbaus der neuen Frankenschnellwegbrücke ist derzeit für August 2027 vorgesehen. Bei Planungen ist außerdem die Stromversorgung des südlichen Nürnberger Stadtgebiets durch den regionalen Versorger N Ergie zu berücksichtigen.

Sör kündigte an, die Öffentlichkeit fortlaufend über die Ergebnisse der Prüfungen und die weiteren Entwicklungsschritte zu informieren. Eine Informationsveranstaltung findet am Donnerstag, dem 30. April 2026, um 18 Uhr in der Turnhalle des Schulzentrums Südwest, Pommernstraße 10, statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können dort den aktuellen Stand des Gesamtprojekts Hafenbrücken sowie die nächsten Schritte erfahren.

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