Freitag, 23.01.2026

Nürnberg 2025: Verkehrsaufkommen bleibt deutlich unter dem Niveau vor Corona

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Das Verkehrsaufkommen in Nürnberg lag auch im Juli 2025 deutlich unter dem Stand vor der Corona Pandemie. Während der Pkw Verkehr an der Stadtgrenze nahezu stabil blieb, ging der Radverkehr an vielen Messpunkten zurück. Die Ergebnisse der Zählung wurden dem Verkehrsausschuss am 22. Januar 2026 vorgestellt.

Ergebnisse der Zählung und Methodik

Die jährliche Verkehrszählung erfasste im Juli 2025 die Ströme an den Einfallstraßen der Stadtgrenze sowie auf allen für den Kraftfahrzeugverkehr freigegebenen Pegnitzbrücken. Rund 270 Schülerinnen und Schüler zählten am 22. und 23. Juli 2025 an 120 Zählstellen von 6 bis 22 Uhr.

Der Kraftfahrzeugverkehr an der Stadtgrenze stieg im Vergleich zu 2024 leicht um 0,9 Prozent und liegt damit nahe am Vorjahresniveau. Im Vergleich zu 2019, dem letzten Jahr vor Beginn der Pandemie, ist das Verkehrsaufkommen jedoch um 12,5 Prozent niedriger. An den Pegnitzbrücken wurde ein Rückgang um 7,4 Prozent gegenüber 2024 registriert. Insgesamt dokumentieren die Messungen einen anhaltenden Rückgang der Verkehrsmenge um bis zu 20 Prozent gegenüber den Jahren vor Corona. Als Hauptursache nennen die Autorinnen und Autoren der Auswertung verstärkte Homeoffice Nutzung.

Radverkehr: Rückgang bei Einfallstraßen, aber Bedeutung im Stadtgebiet wächst

Beim Radverkehr zeigten die Zählungen gemischte Befunde. An den Einfallstraßen ging die Zahl der Radfahrenden um 24,2 Prozent zurück, auf den Pegnitzbrücken um 7,9 Prozent. Als mögliche Gründe werden neben dem Arbeiten zu Hause auch das Regenwetter am ersten Zähltag genannt. Besonders Pendlerinnen und Pendler, die längere Strecken über die Stadtgrenze fahren, hätten bei Regen häufiger auf andere Verkehrsmittel umgestellt.

Trotz dieses Rückgangs wächst die Bedeutung des Radverkehrs im innerstädtischen Bereich weiter. Fast 48 Prozent der Radfahrenden nutzten die Pegnitzquerungen ohne Kfz Verkehr im Pegnitztal. Der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr auf allen Pegnitzbrücken stieg in den vergangenen zehn Jahren von 17,5 auf 18,4 Prozent.

Planungs und Baureferent Daniel F. Ulrich betonte, die Zählungen zeigten, dass viele Radfahrende ruhige und sichere Routen bevorzugen. Das bestärke die Stadt, den Ausbau sicherer und komfortabler Radwege konsequent voranzutreiben.

Öffentlicher Nahverkehr verzeichnet mehr Fahrgäste

Die Fahrgastzählungen der VAG Verkehrs Aktiengesellschaft ergeben für den Zeitraum Juli 2024 bis Juli 2025 einen Anstieg der Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen. Zu dieser Entwicklung trügen Angebotsverbesserungen wie die neuen Straßenbahnlinien 10 und 11 sowie das günstige Deutschlandticket bei.

Ulrich hob hervor, dass der öffentliche Nahverkehr eine zentrale Rolle für die innerstädtische Mobilität spiele. Mit dem Ausbau des Straßenbahnnetzes und der neuen U Bahn Verbindung nach Gebersdorf sollen attraktive Alternativen zum Auto geschaffen werden, um Mobilität stadtverträglicher und zukunftssicher zu gestalten.

Der ausführliche Bericht zur Verkehrszählung 2025 ist online verfügbar unter https://www.nuernberg.de/internet/verkehrsplanung/verkehrszaehlungen.html

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