Der Kommunale Servicebetrieb für den öffentlichen Raum in Nürnberg verzeichnet derzeit deutlich mehr Meldungen zu Sichtungen des Eichenprozessionsspinners als üblich. Die städtischen Einsatzkräfte und beauftragte Fachfirmen arbeiten nach Angaben der Stelle mit voller Kapazität, dennoch kommt es wegen der Vielzahl der Fälle zu Wartezeiten von rund zwei Wochen bis zur Beseitigung.
Ausmaß und mögliche Ursachen
Die Häufung der Sichtungen wird nach Angaben der Behörde durch die ungünstigen Witterungsbedingungen der vergangenen Monate begünstigt. Die Raupen tragen feine Brennhaare, die bei Menschen Hautreizungen, Atemwegsbeschwerden und allergische Reaktionen auslösen können. Deshalb stuft die Stadt die Bekämpfung als gesundheitlich relevant ein und behandelt die Fälle mit Priorität.
Einsätze und Priorisierung
Alle verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit der Bearbeitung eingehender Meldungen beschäftigt. Auch externe Fachfirmen arbeiten an ihrer Kapazitätsgrenze, weshalb nicht alle gemeldeten Fundorte sofort angefahren werden können. Die Einsätze werden nach festgelegten Kriterien priorisiert. Vorrang haben demnach Bildungseinrichtungen, Kinder und Jugendeinrichtungen sowie öffentlich genutzte Wege, Plätze und Anlagen mit hoher Besucherfrequenz. Jede Meldung wird geprüft, bewertet und entsprechend ihrer Dringlichkeit bearbeitet.
Empfehlungen für die Bevölkerung und private Verantwortung
Die Stadt bittet Bürgerinnen und Bürger, befallene Bäume zu meiden und Nester nicht eigenhändig zu entfernen. Auch Tiere sollten von betroffenen Bereichen ferngehalten werden. Betroffene Bäume auf privaten Grundstücken liegen in der Verantwortung der jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer. Die Bekämpfungsmaßnahmen werden fortgesetzt, die Stadt bittet um Verständnis für die derzeit längeren Bearbeitungszeiten.
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