Ein junges Löwenmitglied des Tiergartens Nürnberg musste am Mittwoch, 8. Juli 2026, eingeschläfert werden. Mitarbeitende stellten nach einem Zwischenfall eine schwere Schädigung der Wirbelsäule fest, die zu einer vollständigen Lähmung der Hinterbeine führte und nicht behandelbar war.
Ablauf des Vorfalls und medizinische Befunde
Am späten Nachmittag beobachteten Mitarbeitende, wie der Kater Kiron das Jungtier im Bereich der Hüfte biss. Nach Einschätzung des Teams zeigte Kiron dabei kein ungewöhnliches Aggressionsverhalten, sondern das erwartete, disziplinierende Verhalten gegenüber seinem Nachwuchs. Solches Verhalten dient nach Angaben der Verantwortlichen dazu, Jungtiere zu schützen und ihnen die Sozialregeln des Rudels zu vermitteln.
Unmittelbar nach dem Zwischenfall konnte das betroffene Jungtier aufgrund der Beobachtungen isoliert werden. Mitarbeitende trennten Kiron, die Mutter Aarany und die drei übrigen Jungtiere und legten das verletzte Tier in Narkose. Röntgenaufnahmen ergaben eine Schädigung der Wirbelsäule mit konsekutiver vollständiger Lähmung der Hinterbeine.
Entscheidung zur Einschläferung
Weil die Verletzung nach tiermedizinischer Einschätzung nicht behandelbar war, trafen die Verantwortlichen die Entscheidung, das Jungtier einzuschläfern. Das Personal begründete den Schritt mit dem ausbleibenden Heilungsaussicht und dem dadurch bestehenden Leiden des Tieres.
Reaktion des Rudels und weitere Maßnahmen
Nach der Einschläferung wurde den übrigen Rudelmitgliedern die Möglichkeit gegeben, das tote Jungtier zu sehen und zu riechen. Das Team beobachtete anschließend normales Sozialverhalten und Zusammenhalt innerhalb des Rudels. Nach Angaben des Tiergartens befindet sich die Gruppe wieder gemeinsam auf der Anlage.
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