Freitag, 06.02.2026

Nach Vogelgrippe-Vorsorge kehren viele Vogelarten in den Tiergarten Nürnberg zurück

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Der Tiergarten Nürnberg hebt schrittweise die seit November geltenden Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe auf. In enger Abstimmung mit dem Veterinäramt der Stadt sind zahlreiche Vogelarten wieder in ihren Außenanlagen zu sehen. Nach Angaben des Zoos gab es im Tiergarten keinen Fall von Vogelgrippe.

Aufhebung der Maßnahmen und verbleibende Einschränkungen

Im November hatte der Tiergarten sämtliche Vögel in Ställen oder abgedeckten Volieren untergebracht, um den Kontakt zwischen gehaltenen und wilden Vögeln zu minimieren. Diese Maßnahmen werden nun stufenweise zurückgenommen. Die Entscheidung erfolgte nach Angaben des Zoos in enger Abstimmung mit den Veterinärämtern des Landkreises Nürnberger Land und der Stadt Nürnberg.

Trotz der Aufhebung bleiben einige Arten vorerst in ihren Winterquartieren. Wegen der anhaltend kalten Witterung können Flamingos, Pelikane und Harpyien noch nicht in ihre Außenbereiche zurückkehren. Kraniche dürfen je nach Witterung wieder in ihre Gehege.

Welche Tiere sind wieder zu sehen

Seit Anfang der Woche sind unter anderem Humboldtpinguine, Andenkondore, Emus sowie Haus und Perlhühner wieder für Besucherinnen und Besucher sichtbar. Bei den Pinguinen finden wieder tägliche Fütterungen um 15 Uhr statt. Das Angebot Besuch beim Lieblingstier ist für die Pinguine ebenfalls wieder buchbar.

Die begehbaren Volieren der Waldrappe und der Bartgeier werden zum Wochenende geöffnet. Die Hyazinth Aras können ihre Außenvoliere ab sofort wieder nutzen. Ebenfalls in ihre Volieren zurückkehren dürfen Schneeeulen, Schwarzstörche und Felsentauben. Die zuvor aus Sicherheitsgründen eingestellte Winterfütterung für heimische Wildvögel wurde ebenfalls wieder aufgenommen. Als Teil eines europäischen FFH Gebiets ist der Tiergarten für diese Vögel ein wichtiger Lebensraum.

Zuchtprogramm und internationale Kooperationen

In die Bartgeiervoliere zieht ein neues Jungpaar ein. Nach dem Tod des Weibchens im September vergangenen Jahres wurde das 46 Jahre alte Männchen vorübergehend auf die Außenstelle Gut Mittelbüg umgesetzt, wo es eine neue Partnerin erhielt. Das neu angesiedelte Paar stammt aus der Eulen und Greifvogelstation Haringsee in Österreich. Das männliche Tier war nach eigenen Angaben wenige Tage nach dem Schlupf in den Tiergarten gekommen und dort vom Nürnberger Bartgeierpaar adoptiert und aufgezogen worden.

Der Tiergarten hält Bartgeier mit nur kurzen Unterbrechungen seit 1965. Die Vögel sind Teil des Erhaltungszuchtprogramms des Europäischen Zooverbands EAZA Ex situ Programm, das den Erhalt der Art und die Wiederansiedelung in der Natur zum Ziel hat. Das zuletzt gehaltene Paar hat laut Zoo fünf Jungtiere großgezogen, von denen vier im Rahmen des Programms in Spanien und Frankreich ausgewildert wurden. Der Zoo hofft, mit dem jungen Paar an diese erfolgreiche Haltung und Zucht anzuknüpfen.

Nach Angaben des Tiergartens war das Ziel aller Schutzmaßnahmen, den Bestand bestmöglich zu schützen und den Kontakt zwischen Zoo und freilebenden Vögeln zu reduzieren. Dieses Ziel sei erreicht worden, da es im Tiergarten keinen Fall von Vogelgrippe gegeben habe.

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